US Open (22,7 Millionen Dollar Preisgeld) mit fünf Aktiven des TC WattExtra ++ Bocholter Quintett startet am Montag ins höchstdotierte Tennisturnier ++ Anna-Lena Grönefeld und Anastasia Yakimova scheitern in der Qualifikation ++ Grönefeld spielt Doppel und mit Mark Knowles Mixed
Fünf Bundesligaspielerinnen des TC WattExtra Bocholt starten ab Montag bei den US Open, dem vierten und letzten großen Tennis-Grand-Slam des Jahres und einer der Höhepunkte einer an Ereignissen meist nicht armen Saison. 
Wie weit Lucie Safarova, Jarmila Groth, Arantxa Parra Santonja, Renata Voracova und Klara Zakopalova kommen, ist kaum abzuschätzen und hängt von vielen Faktoren ab. Das schwerste Los dieses Quintetts hat zweifellos die für Australien spielende Slowakin Jarmila Groth gezogen: Sie trifft auf die Ex-Weltranglistenerste und mehrfache Grand-Slam-Siegerin Maria Scharapova aus Russland.
Zwei weitere Aktive des TC WattExtra scheiterten in der Qualifikation: Anna-Lena Grönefeld und Anastasia Yakimova kamen im Einzel nicht ins Hauptfeld der 128 Tennisprofis. Mit 22,7 Millionen US-Dollar ist dieser Grand Slam das am höchsten dotierte Tennisturnier der Welt. Für Grönefeld ist die Veranstaltung gleichwohl noch nicht zu Ende: Die 25-Jährige spielt Doppel (mit Julia Görges, TC Moers) sowie im gemischten Doppel (mit Mark Knowles). Die Auslosungen für beide Wettbewerbe erfolgen im Laufe der Woche. Vielleicht kann die Bocholterin mit Mark Knowles an vergangene Erfolge anknüpfen: Beide gewannen im Vorjahr den Mixed-Wettbewerb im altehrwürdigen Wimbledon.
Folgende Bocholter Spielerinnen treffen bei den US Open in der ersten Runde auf diese Gegnerinnen:
Lucie Safarova, Tschechien (WTA 28, an Position 26 der Setzliste), gegen Tamia Paszek, Australien (WTA 196, Qualifikantin),
Klara Zakopalova, Tschechien (WTA 35), gegen Virginie Razzano, Frankreich (WTA 157, wild card),
Arantxa Parra Santonja, Spanien (WTA 58), gegen Agnieszka Radwanska, Polen (WTA 10, an neun gesetzt),
Jarmila Groth, Australien (WTA 60), gegen Maria Scharapova, Russland (WTA 17, an 14 gesetzt),
Renata Voracova, Tschechien (WTA 97), gegen Tsvetana Pironkova, Bulgarien (WTA 34, an 32 gesetzt).
• Die Belgierin Kim Clijsters (WTA 3, an 2 gesetzt), im Vorjahr nach ihrer Rückkehr im Duell zweier ehemaliger Bocholter Spielerinnen Überraschungssiegerin gegen Caroline Wozniacki (WTA 2), trifft im Auftaktspiel auf die Ungarin Greta Arn (WTA 104), die für den TC Benrath spielt. Wozniacki, erstmals bei einem Grand Slam als Spitzenspielerin geführt, beginnt gegen die US-Amerikanerin Chelsey Gullickson (WTA 1136). Die Dänin, 2008 im Bocholter TC WattExtra-Trikot, gewann in der Nacht zum Sonntag in New Haven als Topgesetzte gegen Nadia Petrova (Russland, an acht gesetzt) 6:3, 3:6, 6:3 und zeigte sich auf den Punkt topfit. Die Weltranglistenbeste Serena Williams fehlt bei den US Open verletzt.
• Anna-Lena Grönefeld (25) und Anastasia Yakimova (23) dagegen haben den Sprung in das Hauptfeld nicht geschafft: Sie scheiterten in der Qualifikation der 128 Spielerinnen. Yakimova (WTA 124), an 16 gesetzt, schied nach ihrem Erstrundensieg in der zweiten Runde sang- und klanglos mit der Höchststrafe (0:6, 0:6) gegen Michelle Larcher de Brito (WTA 175) aus.
Anna-Lena Grönefeld – an 30 gesetzt – kam eine Runde weiter, enttäuschte dennoch und konnte ihren eigenen Erwartungen nicht standhalten. Sie kämpfte zwar enorm im Zweitrundenmatch gegen die Georgierin Anna Tatishvili (WTA 149). Am Ende stand jedoch eine Niederlage und das Aus bei den US Open – 6:7 (5:7), 6:3, 5:7. Die Mixed-Wimbledonsiegerin des Vorjahres ist nach ihrem Mittelfußbruch im Frühjahr und einer vierteljährigen Verletzungspause in der Weltrangliste auf Rang 141 abgesackt. Bisher scheiterten ihre Bemühungen, mit guten Platzierungen wieder nach oben zu kommen.
Dagegen setzten sich die früheren Bocholter Spielerinnen mit spanischem Pass, Lourdes Domingo Lino (WTA 148) und Nuria Llagostera Vives (WTA 126), in der „Quali“ durch. Zwei Holländerinnen mit zwischenzeitlichem Bocholter Spielerpass scheiterten ebenfalls: Michaella Krajicek (WTA 135), an 24 gesetzt, und Arantxa Rus (WTA 127, als 18. eingestuft).
• Beim WTA-Turnier in New Haven in New York kamen Arantxa Parra Santonja und Maria José Martinez Sánchez nicht über die zweite Runde hinaus: Sie unterlagen im Viertelfinale der spanisch-chinesischen Kombination Medina Garrigues/Yan 2:6, 1:6.
© andresen-presseservice / Horst Andresen
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