Anna-Lena Grönefeld für Fed-Cup-Schlagerspiel gegen Tschechien nominiertBarbora Záhlavová-Strýcová im Team des Weltmeisters ++ Mona Barthel muss noch warten ++ Acht Bocholterinnen im Fed Cup aktiv
Anna-Lena Grönefeld (26) vom Tennis-Bundesligisten TC BW WattExtra Bocholt genießt weiter das Vertrauen der Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner. Sie nominierte Grönefeld, die sich in diesem Jahr vornehmlich aufs Doppel spezialisieren will und nicht mehr bei WTA-Turnier spielt, für die erste Runde der Weltgruppe I, in der die besten acht Nationen der Welt spielen. Am 4. und 5. Februar ist Weltmeister Tschechien mit der Bocholterin Barbora Záhlavová-Strýcová Gegner in Stuttgart. Der Sieger steht im Halbfinale. Im deutschen Fed-Cup-Team gegen Tschechien: Anna-Lena Grönefeld (rechts), TC WattExtra Bocholt, hier im Vorjahr mit (von links) Sabine Lisicki, Julia Görges und Andrea Petkovic. Foto: pd |
Bereits acht Jahre lang steht die Nordhornerin, seit 2009 im Kader des TC WattExtra Bocholt, in der Fed-Cup-Nationalmannschaft. Rittner hält ihr die Treue und begründete das laut Deutschem Tennisbund (DTB) mit dem Hinweis auf das möglicherweise entscheidende Doppel, das fünfte Match gegen die starken Tschechen: „Anna ist nicht nur eine erfahrene Fed-Cup-Spielerin, als Doppelspezialistin eröffnet sie mir vor allem viele Möglichkeiten, ein erfolgreiches Doppel aufzustellen. Sie hat in der Vergangenheit immer verlässlich ihre Leistung gebracht und ist mit ihrer Ruhe und positiven Art enorm wichtig für das Team." Rittner berief Sabine Lisicki (WTA 15), Julia Görges (WTA 23), Angelique Kerber (WTA 30) und Anna-Lena Grönefeld (WTA-Doppel 53) ins Team. Andrea Petkovic, die eigentliche Nummer eins, fehlt längerfristig verletzt. Mona Barthel wurde für dieses Match (noch) nicht berücksichtigt. Die 21-jährige Bocholterin hatte in Hobart ihr erstes WTA-Turnier gewonnen und war bei ihrem ersten Grand Slam, den Australian Open, bis in Runde drei vorgedrungen. Spielt in Stuttgart für Tschechien gegen Deutschland: Barbora Záhlavová-Strýcová (rechts), TC WattExtra Bocholt. Foto: pd
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• Barbora Záhlavová-Strýcová kam 2010 vom sechsfachen deutschen Meister TC Benrath nach Bocholt. Die Tschechin ist derzeit 49. der Weltrangliste, wird am 28. März 26 Jahre und war im vergangenen Jahr maßgeblich daran beteiligt, dass Tschechien - auch mit der Ex-Bocholterin Lucie Safarová - ins Fed-Cup-Finale gegen Russland kam. Fürs Endspiel war die Bocholterin jedoch nicht nominiert worden. Die Tschechen schafften im November die Sensation in Moskau und gewannen 3:2. In Stuttgart tritt Barbora Záhlavová-Strýcová mit der Weltranglisten-Zweiten, Wimbledon-Siegerin und Australian-Open-Halbfinalistin Petra Kvitovà an. Zudem steht Barboras Doppelpartnerin Iveta Benesová (WTA 46) im Team sowie als Vierte Lucie Hradecka (WTA 51). Weitere Bocholterinnen Bundedsligaaktive stehen ebenfalls in den Fed-Cup-Mannschaften ihrer Länder: Maria José Martinez Sanchez (WTA 36) und Arantxa Parra Santonja (WTA 115) spielen ind er Weltgruppe I für Spanien beim Vorjahressieger Russland (mit Maria Scharapowa), Anastasiya Yakimova (WTA 63) tritt mit Weißrussland in der Weltzgruppe II in den USA an, Alizé Cornet (WTA 85) spielt mit Frankreich in der Weltgruppe II in der Slowakischen Republik, Kiki Bertens (WTA 180) spielt für die Niederlande vom 1. bis 4. Februar in Israel in der Europa-Afrikazone I, Irina Begu tritt mit Rumänien in derselben Gruppe an; die Besten steigen in die Weltgruppe II auf. Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner: „Wir wollen dem Gewinn des Fed-Cups einen Schritt näherkommen" Seit 1996, als mit Steffi Graf und Anke Huber die Nummer eins und fünf der Welt zusammen gespielt haben, war keine deutsche Damentennis-Nationalmannschaft so hochkarätig besetzt, erklärte der DTB über die Presse. „Sabine Lisicki stand für mich nie zur Debatte und auch meine Entscheidung zugunsten von Julia und Angelique habe ich frühzeitig getroffen", kommentierte Barbara Rittner im DTB-Pressedienst die ersten drei Namen auf ihrer Nominierungsliste. „Angelique Kerber hat unglaubliche Monate hinter sich, ist sehr stabil in die neue Saison gestartet und hat sich ihre Chance mehr als verdient. Gleiches gilt für Julia Görges, die 2011 das erfolgreichste Jahr ihrer Karriere gespielt hat und im Fed-Cup zuletzt wichtige Siege einfahren konnte. Sabine hat für Deutschland immer Top-Leistungen gezeigt und stand als Nummer 15 der Welt nie zur Diskussion." Trotz der verletzungsbedingten Absage der deutschen Nummer eins, Andrea Petkovic, glaubt Barbara Rittner an den ersten Einzug einer deutschen Mannschaft in ein Fed-Cup-Halbfinale seit 1995: „Die anderen Mädels haben jetzt die Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen. Natürlich haben wir mit den Titelverteidigerinnen aus Tschechien das schwerstmögliche Los erwischt, aber wir wollen unsere Chance nutzen, die Partie gewinnen und unserem gemeinsamen Ziel, dem Gewinn des Fed-Cup, einen großen Schritt näher kommen." • Tickets für die Fed-Cup-Partie Deutschland gegen Tschechien sind laut DTB telefonisch unter 0711 / 2 555 555 sowie im Internet auf easyticket.de erhältlich. Tageskarten sind ab 15 Euro, Dauerkarten ab 25 Euro zu haben. Für Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren gelten ermäßigte Preise. © andresen-presseservice / Horst Andresen
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