Fed-Cup-Viertelfinale: Gewinner und Verlierer aus Bocholt – Tschechien schlägt Deutschland in Stuttgart 4:1 ++ Grönefeld und Záhlavová-Strýcová spielen im Doppel gegeneinander – Zwei-Satz-Sieg für Duo aus Weltmeisterteam
Das deutsche Fed-Cup-Team mit der Bocholterin Anna-Lena Grönefeld hat den Traum vom Halbfinale nicht wahrmachen können: Es unterlag in Stuttgart den starken Tschechinnen mit Grönefelds Bocholter Teamkollegin Barbora Záhlavová-Strýcová. Der Weltmeister führte nach den vier Einzeln uneinholbar 3:1. Beide Spielerinnen des TC BW WattExtra Bocholt wurden im abschließenden Doppel eingesetzt. Das deutsche Fed-Cup-Team in Stuttgart beim Abspielen der Nationalhymne, von links: Sabine Lisicki, Julia Görges, Angelique Kerber, Anna-Lena Grönefeld vom TC WattExtra Bocholt und Teamchefin Barbara Rittner. Foto: pd
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Statt erstmals seit 17 Jahren wieder ins Fed-Cup-Halbfinale einzuziehen, unterlag das deutsche Team in Stuttgart den starken Tschechinnen. Nun müssen die DTB-Asse um den Verbleib in der ersten Weltgruppe bangen. Lisickis 7:6 (7:2), 4:6, 1:6-Niederlage gegen Kvitova besiegelte bereits nach dem dritten Einzel die Niederlage gegen Tschechien. Der erste Fed-Cup-Sieg seit 1992 bleibt für Rittners Schützlinge also in weiter Ferne, zunächst einmal müssen sie am 21./22. April in die Relegation. Der Gegner wird am 14. Februar ausgelost. «Wir sind ganz heiß, da als gutes Team aufzutreten - hoffentlich komplett», sagte Lisicki mit Blick auf die derzeit verletzte Andrea Petkovic. Deutschlands Nummer 1 Lisicki zeigte sich 24 Stunden nach der 6:2, 4:6, 2:6-Pleite gegen die Weltranglisten-49. Iveta Benesova deutlich verbessert. Mit aggressivem Power-Tennis und positiver Körpersprache gestattete sie der Weltranglisten-Zweiten Kvitova im ersten Durchgang keine einzige Breakchance und holte sich im Tiebreak souverän die Satzführung. Permanent peitschte sich die noch am Vortag deprimierte Lisicki mit «Come on»-Rufen an - Anheizerin Petkovic ballte auf der Bank immer wieder aufmunternd die Faust. Im zweiten Durchgang reichte Kvitova im letzten Spiel eine kurze Schwächephase der Berlinerin, um mit einem Break nach Sätzen auszugleichen. Lisickis Widerstand war gebrochen, der Rest Formsache für die Favoritin aus Tschechien. Der folgende Auftritt der Kielerin Angelique Kerber gegen Benesova sowie das finale Doppel zwischen Anna-Lena Grönefeld/Julia Görges und Lucie Hradecka/Barbora Zahlavova Strycova hatten somit nur noch statistische Bedeutung. Bereits am Samstag hatte Rittner vor rund 3500 Zuschauern in der Porsche-Arena eine emotionale Achterbahnfahrt mit frustrierendem Ausgang erlebt. Erst schluchzte Lisicki nach der Auftaktniederlage gegen Benesova auf der Pressekonferenz. Dann spielte Julia Görges gegen Kvitova ein «Weltklasse-Match» - und musste sich nach dem 6:3, 3:6, 8:10-Krimi dennoch die Tränen trocknen. Angelique Kerber gewann gegen Lucie Hradecka 6:4, 6:4. Doch das 1:3 war nur noch Ergebniskosmetik. Iveta Benesová (links) und Barbora Záhlavová-Strýcová, TC WattExytra Bocholt, beim Interview nach gewonnenem Doppel – 4:1 gewann der Weltmeister in Stuttgart gegen Deutschland.
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Im abschließenden Doppel kamen die beiden Bocholterinnen dran,und die Tschechinnen – kürzlich in Melbourne bei den Australian Open bis ins Viertelfinale vorgerückt – zeigten, dass sie zu den Topdoppeln in der Welt gehören. Den ersten Satz gewannen Iveta Benesova/Barbora Záhlavová-Strýcová deutlich 6:3, im zweiten stellten sich Anna-Lena Grönefeld und Julia Görges besser auf ihre Gegnerinnen ein und trotzten ihnen beim 5:6-Zwischenstand einen Tiebreak ab. Der verlief zunächst ausgeglichen, beim 3:3 wurden die Seiten getauscht. Tschechien ging mit 5:3 in Führung und hatte beim 6:4 zwei Matchbälle. Der erste wurde zum 6:3, 7:6 (7:4) verwandelt. Der Weltmeister steht mit Barbora Záhlavová-Strýcová im Fed-Cup-Halbfinale und ist in dieser Form heißer Kandidat aufs Endspiel. Den deutschen Mädels wurden vom Weltmeister in Stuttgart trotz guter Leistungen dennoch wohl ein wenig die Grenzen aufgezeigt. Jetzt geht es im April um den Klassenerhalt in der Weltgruppe 1, in dem die acht besten Teams spielen. Dort möchte Deutschland mit seinem an sich starken Team auch 2013 wieder starten. Deutschland - Tschechien 1:4 Sabine Lisicki (Berlin) - Iveta Benesova 6:2, 4:6, 2:6 Julia Görges (Bad Oldesloe) - Petra Kvitova 6:3, 3:6, 8:10 Sabine Lisicki (Berlin) - Petra Kvitova 7:6 (7:2), 4:6, 1:6 Julia Görges - Iveta Benesova annuliert Angelique Kerber - Lucie Hradecka 6:4, 6:4 Doppel: Anna-Lena Grönefeld/Julia Görges - Iveta Benesova/Barbora Záhlavová-Strýcová 3:6, 6:7 (4:7)
• Sechs weitere Bocholter Tennisprofis spielen für ihr Land in weiteren Matches, die noch andauern. Ex-Weltmeister Spanien liegt in Russland, beim 2:3-Endspielteilnehmer gegen Tschechien im November 2011, mit 1:3 entscheidend zurück. (dpa/and)
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