Lucie Safarova gewinnt ersten Satz im Finale von Paris gegen Elena Dementieva (Siebte der Weltrangliste) ++ Ausgeglichenes Match ++ Nahe am Sensationssieg ++ Endstand – 7:6 (7:5), 1:6, 4:6 ++ 2:17 Matchstunden
Lucie Safarova vom TC WattExtra Bocholt hat am Sonntag im Finale von Paris gezeigt, dass sie außergewöhnliche Leistungen zeigen kann: Im Endspiel der 18. Open GDF Suez war die 23-jährige Tschechin vom Bundesligisten TC WattExtra Bocholt nahe am Sensationssieg gegen die an eins gesetzte Russin Elena Dementieva (28), Nummer sieben in der Welt. Die Bocholter Bundesligaspielerin verlor nach großem Spiel und Kampf am frühen Sonntagabend in drei Sätzen in Paris mit 7:6 (7.5), 1:6 und 4:6. Mehr als zwei Matchstunden begeisterte sie und lieferte der Russin, im Vorjahr Finalverliererin gegen die inzwischen zurückgetretener Französin Amelie Mauresmo, ein großes Match. Lucie Safarova hatte in ihrem Erfolgsjahr 2007 schon einmal überraschend in Paris im Endspiel gestanden, aber gegen Nadia Petrova (Russland) verloren. Tolles Turnier in Paris gespielt, auch wenn es nicht ganz zum Sensationssieg langte: Lucie Safarova (23) vom Bundesligisten TC WattExtra Bocholt. Foto: pd
|
Satz eins war eine große Überraschung: Schon beim Stand von 5:4 und 30:15 hatte die Tschechin, die in der Weltgruppe im Fed-Cup mit ihrem Land im Halbfinale steht, die Chance zum frühzeitigen Satzgewinn. Doch die erfahrende Russin, Nummer sieben in der Welt, glich aus, und nach dem 6:6 kam es zum Tiebreak. Hier holten beiden Spielerinnen zunächste ihr Aufschlagspiel. Beim Stand von 5:4 schaffte Lucie Safarova ein Minibreak zum 6:4, und den zweiten Satzball konnte sie zum 7:5-Tiebreak und Satzgewinn nach 55 Matchminuten für sich entscheiden. Nach einem abgegebenen 1:6-Satz im zweiten Durchgang war der dritte Satz wieder völlig ausgeglichen. Erst zum 4:3 gelang der Russin, seit mehr als zehn Jahren auf der Profitour, ein Break. Beim Stand von 3:5 konnte Lucie Safarova zwei Matchbälle abwehren und verkürzte noch einmal zum 4:5-Zwischenstand. Selbst einen dritten Matchball machte sie nach 2:17 Stunden Spielzeit zunichte. Doch danach war es geschehen – die Russin gewann die 18. Paris-Open. 53 000 Dollar Preisgeld waren ihr schon durch den überraschenden Einzug ins Finale von Paris sicher gewesen. Im Halbfinale hatte sie die an zwölf in der Welt rangierende Italienerin Flavio Pennetta bezwungen. Safarova war als Weltranglisten-46. ins Turnier gegangen. Durch den Finaleinzug dürfte sie einen guten Sprung nach oben machen. 2007 belegte sie mit Platz 22 die beste Platzierung ihrer noch jungen Karriere. Bocholts Coach Hartmut Bielefeld, der zurzeit den Bundesligakader verfeinert: "Lucie hat in Paris ein Superturnier gespielt. Solche Leistungen beflügeln letztlich auch unser Bundesligateam." Die neue Mannschaft soll am 15. März bekannt gegeben werden. So lange läuft auch noch die Wechselfrist. Redaktion: © andresen-presseservice, Horst Andresen
|