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TC Blau-Weiß Bocholt spielt zum Abschluss 3:3 beim Lintorfer TC

28. Februar 2016

Es hat nicht sollen sein: Mit einem 3:3 trennte sich der TC Blau-Weiß Bocholt in der Hallenniederrheinliga vom Absteiger Lintorfer TC. Damit wurde es nichts mit dem erhofften 14. Titel. Dazu hätten die Bocholterinnen 6:0 gewinnen müssen. Drei der vier Einzel gingen über drei Sätze. Anschließend stand es 2:2 – die Doppel wurden nicht mehr gespielt und geteilt.

3:3-Unentschieden zum Abschluss der Saison beim Lintorfer TC: Blau-Weiß-Spielerin Chayenne Ewijk verlor ihr Match 9:11 im Matchtiebreak. Fotos: Horst Andresen

3:3-Unentschieden zum Abschluss der Saison beim Lintorfer TC: Blau-Weiß-Spielerin Chayenne Ewijk verlor ihr Match 9:11 im Matchtiebreak. Fotos: Horst Andresen

Anschließend gratulierte Blau-Weiß-Sportwart Thomas Hegmann dem verdienten Überraschungssieger TC Bredeney zur Niederrheinmeisterschaft. Den 13. Titel seit 1998 hatte Bocholt im Vorjahr – noch unter Coach Hartmut Bielefeld † – gewonnen.

Ein „Tatort“-Krimi hätte in Lintorf nicht besser geschrieben werden können. Die ersten drei Einzel wurden jeweils erst im Matchtiebreak entschieden. Lediglich Anna-Maria Levers ließ beim 6:2, 6:2 gegen Krohnen-Dauser nichts anbrennen.

Zuvor hatte Justine Ozga das Spitzenspiel gegen Gronert nach hartem Kampf knapp verloren. 4:6, 6:3 und 4:10 hieß es schließlich. Zeitgleich verlor auch Chayenne Ewijk ihr Match gegen Daniela Kalthoff, wieder äußerst knapp – 9:11 im Matchtiebreak nach zuvor 7:5 für die Bocholterin und 4:6.

Mannschaftsführerin Amanda Hopmans gewann dagegen ihr Spiel gegen Etzel nach schwachem Beginn (1:6) mit 6:3 und 10:2 im Matchtiebreak.

Jetzt ist die Hallensaison beendet. Die Medenspiele bestreitet der TC Blau-Weiß Bocholt ab dem 30. April als Aufsteiger in der Niederrheinliga.

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6:0 ist nötig – TC BW Bocholt kann aus eigener Kraft beim Absteiger TC Lintorf Niederrheinmeister werden

25. Februar 2016

Was keiner für möglich gehalten hätte: Plötzlich winkt dem TC Blau-Weiß Bocholt in der ersten Wintersaison ohne ihren Coach Hartmut Bielefeld doch noch die Niederrheinmeisterschaft. Allerdings: Dazu ist ein 6:0-Sieg beim bereits als Absteiger feststehenden Lintorfer TC notwendig. Es wäre der 14. Titel seit 1998. Knapp wird’s eh: Vermutlich entscheidet das Matchpunktverhältnis über den Meister 2016.

Riss zuletzt mit ihrem einzellige gegen den TC Bredeney nach 0:2-Rückstand das Ruder rum: Chayenne Ewijk und Fans beim letzten Saisonheimspiel in der Niederrheinliga im Stadtwald-Sportpark Bocholt. Foto: andresen-presseservice • Fotogalerie: http://andresen-foto.de/tcbw-bocholt-tc-bredeney

Riss zuletzt mit ihrem einzellige gegen den TC Bredeney nach 0:2-Rückstand das Ruder rum: Chayenne Ewijk und Fans beim letzten Saisonheimspiel in der Niederrheinliga im Stadtwald-Sportpark Bocholt. Foto: andresen-presseservice
• Fotogalerie: http://andresen-foto.de/tcbw-bocholt-tc-bredeney

„Wir wollen alles tun, um das zu schaffen“, sagt Teamcoach Amanda Holmanns (Einzelfoto). Die Holländerin, seit 1997 im Verein und somit 13-malige Mannschafts-Niederrheinmeisterin, hat mit Sportwart Thomas Hegmann in diesem Winter die sportliche Leitung übernommen. Am 11. März wird die frühere Teilnehmerin an Olympischen Spielen (2000 in Sydney) runde 40 Jahre.

Sonntag führte sie das Team zum etwas überraschenden 4:2 (2:2)-Sieg gegen den Spitzenreiter TC Bredeney. Der hat an diesem kommenden letzten Spieltags-Wochenende frei – und muss zusehen, ob er Überraschungsmeister wird, Vizemeister oder Dritter. Auch der TC Grün-Weiß Ratingen, zuletzt Sieger 2014, mischt noch mit.

„Hektik auf der Bocholter Bank“

Aktuell steht Bredeney nach den Erfolgen mit Spielerinnen wie Caroline Daniels, Sofie Oyen, Julia Mikulski und Valentina Mokrova mit neun Punkten noch an der Spitze. Ein Ergebnis, mit dem man vor der Saison nicht gerechnet hatte. „Wir hatten angesichts der Besetzung der Konkurrenz als Liga-Neuling den Klassenverbleib als Ziel“, sagt Sportchef Torsten Rekasch. So wurde die Saison geplant, und so musste Bredeney beim letzten Spiel in Bocholt mit unverhoffter Chance mit einem ganz jungen Team antreten.

Carolina Bulatovic und Dominique Karregat gaben dabei ihr Debüt in der „Ersten“. Und die Essenerinnen führten plötzlich durch Siege von Mina Hodzic gegen Anna.Maria Levers und Dominique Karregat gegen Rosalie van der Hoek 2:0. „Dann gab es ziemliche Hektik auf der Bocholter Bank“, erzählt Rekasch. Und Justine Ozga gegen Michelé Erkens sowie Chayenne Ewijk gegen Carolina Bulatovic glichen zum 2:2 aus. Und in den Doppeln machte Bocholt den Sieg dann klar.

Der TC Blau-Weiß Bocholt (vormals in der Bundesliga als TC Fidonia gestartet) ist Zweiter mit sieben Punkten vor Ratingen. Das hat Bocholt 4:2 geschlagen und ebenfalls sieben Punkte, wäre aber wegen der Matchpunkte (17:13 gegenüber Bredeneys 26:10) auch mit einem 6:0-Sieg am Samstag gegen den Gladbacher HTC (fünf Punkte) nicht Meister. Es hatte mancher  mit Einsätzen wie den bundesligaerfahrenen Spielerinnen wie Tamara Korpatsch, Nicola Geuer und Imke Küsgen vielleicht mehr erhofft. Doch gleich am ersten Spieltag hatte es für den RTC Grün-Weiß eine 1:5-Niederlage in Bredeney gegeben.

TC Moers und TC Lintorf stehen als Absteiger fest

Nun hofft Bocholt, das nach dem Rückzug aus der Bundesliga als insgesamt viermaliger Deutscher Meister (2001, 2012, 2013, 2014) nach der Saison 2014 im vergangenen Winter zum 13. Mal seit 1998 Niederrheinmeister in der Halle wurde, auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Dazu muss es am Samstag aber    einen 6:0-Sieg beim Lintorfer TC geben. Der steht als Vorletzter mit Schlusslicht TC Moers 08 schon als Absteiger fest. Der 5:1-Sieg zuletzt im Duell der Absteigerteams beim TC Moers ist aber eine Warnung für das Team von Amanda Hopmans.

„Wir müssen in Lintorf 6:0 gewinnen“, weiß Bocholts Sportwart Thomas Hegmann: „Dann hätten wir wie Bredeney neun Punkte und 26:10 Matchpunkte. Und es zählte der direkte Vergleich – den wir ja am vergangenen Sonntag 4:2 gewonnen haben.“

6:0 in Lintorf: Das ist für Bocholts Kader mit Quirine Lemoine, Kelly Luisa Anna Versteeg, Amanda Hopmanns, Chayenee Ewijk, Anna-Maria Levers, Lexie Stevens und Majda Ajradini das große Ziel am Samstag, 27. Februar. Jetzt hofft alles auf den 14. Titel in der Hallen-Niederrheinliga.

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Alle Ergebnisse  hier

Autoren: O. E. Schütz / Horst Andresen
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Ein wunderbarer Mensch ist gegangen: Hartmut Bielefeld †

Der Tennissport nimmt Abschied von Hartmut Bielefeld. Der langjährige Coach, Mentor und Meistertrainer starb am Freitag, 16. Oktober, nach einer langen und schweren Krankheit im Alter von 78 Jahren.

Tennis – das war das Leben des Unternehmers und scharfen Analytikers. Als Junge spielte er noch beim 1. FC Bocholt Fußball. Dann wechselte er zum weißen Sport und wurde gewissermaßen eine Ikone.

Weltklasse-Tennis in Bocholt: Hartmut Bielefeld holte die Stars ins Münsterland.

Weltklasse-Tennis in Bocholt: Hartmut Bielefeld holte die Stars ins Westmünsterland.

Seine Erfolgstrophäen, Meisterschaftsurkunden und -plaketten würden mehrere Vitrinen füllen. Allein 15 Mal war er Deutscher Seniorenmeister, nahm dreimal an Weltmeisterschaften teil; seine Stimme hatte Gewicht beim Verband. Und er war als Bocholter dem nahen Nachbarland eng verbunden: viermal niederländischer Mannschaftsmeister und überall hoch angesehen. Interviews mit niederländischen Medienvertretern führte er in deren Heimatsprache, tauschte sich mit seinen Tennismädels in perfektem Englisch aus – und hatte immer ein Ohr, auch für ihre persönlichen Sorgen und Nöte.

Er verstand es wie kein anderer, Tennistalente aus der großen, weiten Welt ins beschauliche Bocholt zu holen. Er formte aus Individualisten starke Teams. Unvergessen waren die „Euro-Girls“, die 2001 zum ersten Mal für seinen Heimatverein TC Blau-Weiß Bocholt von 1894 die Deutsche Meisterschaft holten – damals mit Weltklassespielerinnen wie Kim Clijsters (später Weltranglistenerste und Grand-Slam-Siegerin), Patty Schnyder oder Barbara Schett. 2008 holte er Caroline Wozniacki, die als Weltranglisten-63. für Bocholt spielte – und später monatelang das Weltranking anführte.

Erstes Triple dank „Weltklassetennis in Bocholt“

Unvergessen und frisch im Gedächtnis bleiben die drei Deutschen Meisterschaften 2012, 2013, 2014. Erstmalig schaffte ein Team ein Triple. An der Spitze: Hartmut Bielefeld.

Der erfahrene Coach wusste immer genau, wie er seine Mannschaft nochmals stärken konnte – und dank seines weitgefächerten Netzwerkes fiel ihm das nicht schwer. „Weltklassetennis in Bocholt“ wurde zur Marke. Mit dabei Topstars aus der Szene wie Lucie Safarova, Alizé Cornet, Klára Koukalová, Anna-Lena Grönefeld, Barbora Záhlavová Strýcová und viele mehr.

Dritter Titel in Folge, in der Tennis-Bundesliga unerreicht: Hartmut Bielefeld (Zweiter von links mit seinen Enkelkindern Max und Katharina) mit dem Erfolgsteam 2014. Fotos: Horst Andresen

Dritter Titel in Folge, in der Tennis-Bundesliga unerreicht: Hartmut Bielefeld (Zweiter von links mit seinen Enkelkindern Max und Katharina) mit dem Erfolgsteam 2014. Fotos: Horst Andresen

Im Winter 2015 wurde der TC Fidonia Bocholt (Namensgeber nach zuvor TC WattExtra Bocholt) zum 13. Mal seit 1998 Niederrheinmeister. „Unser Titel für Hartmut“, sagte Mannschaftsführerin und des Trainers rechte Hand Amanda Hopmans, seit 1997 im Verein und treue Weggefährtin, wie auch die Holländerinnen Chayenne Ewijk, Nicole Thyssen oder ehemals Dorien Warmelink sowie Claire Wegink.

Bis zuletzt war Harmut Bielefeld die Ausbildung des Tennisnachwuchses eine Herzensangelegenheit, sein Hobby und ewiger Antrieb. Er kümmerte sich um Talente aus Bocholt und der Region wie sonst niemand. Er konnte anspornen, anfeuern, analysieren. Und machte sie alle besser.

Hartmut Bielefeld hat mit großer Unterstützung seiner Frau Inge und der Familie einen großen Kampf gegen eine tückische Krankheit verloren. Sein Lebenswerk bleibt. Ein wunderbarer Mensch ist gegangen.

(Horst Andresen)

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Dritter ITF-Turniersieg: Großer Erfolg für Chayenne Ewijk in Rotterdam

Bocholt/Rotterdam. Chayenne Ewijk (Foto, 27), Spielerin des TC Fidonia Bocholt und seit mehreren Jahren in Bocholt wohnhaft, hat nach längerer Wettkampfpause einen großen Erfolg erreicht: Die 27-jährige Holländerin gewann ein 10.000-Dollar-Turnier im niederländischen Rotterdam.

„Der Erfolg ist umso höher zu bewerten, weil Chayenne wegen fehlender Rankingpunkte bei jedem Turnier durch die Qualifikationsmühle muss. Deshalb hat sie eine tolle Leistung gebracht“, sagt ihr Coach Hartmut Bielefeld, der Ewijk seit Jahren betreut. Für den TC Fidonia Bocholt spielte Ewijk jahrelang erfolgreich in der Bundesliga.

Nach langer Durststrecke und Abitur-Pause wieder auf der Erfolgsleiter: Chayenne Ewijk (27) vom TC Fidonia Bocholt gewann ein ITF-Turnier in Rotterdam. Die Holländerin mit Wohnsitz in Bocholt schlug die an eins, drei und vier Platzierten. Fotos: andresen-presseservice

Nach langer Durststrecke und Abitur-Pause wieder auf der Erfolgsleiter: Chayenne Ewijk (27) vom TC Fidonia Bocholt gewann ein ITF-Turnier in Rotterdam. Die Holländerin mit Wohnsitz in Bocholt schlug die an eins, drei und vier Platzierten. Fotos: andresen-presseservice

Nach sieben Jahren wieder gewonnen

In Rotterdam setzte sich die Bocholterin gegen die an Nummer drei gesetzte Griechin Valentini Gramatikopoulou durch. In zwei Sätzen gewann sie mit 7:6 (7:3) und 6:3. Auf dem Weg ins Finale schlug Ewijk auch die an eins und vier gesetzten Spielerinnen. Es war ihr dritter ITF-Erfolg nach zwei Turniersiegen im Jahre 2008.

Im Winter/Frühjahr hatte sie ihr Abitur nachgeholt und bestanden. So fiel sie aus den Ranglisten heraus, wird derzeit noch nicht neu geführt und muss bei jedem Turnier in die Qualifikation. Eine Woche zuvor hatte sie zudem auf Gran Canaria/Spanien mit der holländischen Partnerin Rosalie van der Hoek ein gut besetztes Turnier im Doppel gewonnen.

Als Trainerin nach Kalifornien 

Die Bocholterin hat Angebote, in Kalifornien in den USA als Trainerin zu arbeiten. Doch ohne Arbeitserlaubnis hat sie keine Chance. Deshalb muss sie zehn Turniere spielen, um vom Weltverband (WTA) als Profi anerkannt zu werden. Dann könnte sie möglicherweise eine Profilizenz erhalten und in den USA coachen. Bis dahin tourt die Bocholterin durch Europa und hofft auf weitere Erfolge.

Bielefeld-Zögling Lenny Zynga gewinnt mit BW Halle Deutsche Meisterschaft

Den hatte der ebenfalls von Hartmut Bielefeld seit Jahren in Bocholt trainierte Lenny Zynga (23) aus Haltern. Der Profispieler wurde mit seinem Klub Blau-Weiß Halle Deutscher Tennis-Mannschaftsmeister – und führte damit die Tradition auf Herrenebene fort, die der TC Fidonia Bocholt als vierfacher Deutscher Meister bei den Damen mit Titeln in den Jahren 2001, 2012, 2013 und 2014 erzielt hat. Zynga gewann am letzten Spieltag mit 4:2 beim TC Blau-Weiß Neuss und sorgte im Doppel für den alles entscheidenden Punkt zum Titel. Damit hatte Halle knapp die Nase vorne vor TK Kurhaus Lambertz Aachen. Letztlich entschieden die Matchpunkte für BW Halle – 36:12 gegenüber 35:13.

 

www.fidonia.de

© andresen-presseservice / Horst Andresen

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Trainer des Jahres: Hochverdiente Auszeichnung für Hartmut Bielefeld, TC Fidonia Bocholt

27. März 2015

Die Auszeichnung ist hochverdient: Hartmut Bielefeld vom TC Fidonia Bocholt im TC Blau-Weiß Bocholt von 1894 ist als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet worden. Die Ehrung erfolgte am Donnerstagabend im Kreishaus durch den Kreis Borken. Mit dem langjährigen Tenniscoach wurde auch Leichtathletik-Trainer Hermann-Josef („Mecki“) Emmerich des LAZ Rhede ausgezeichnet.

Trainer des Jahres: Hartmut Bielefeld, Coach des TC Fidonia Bocholt (rechts), und Landrat Dr. Kai Zwicker. Fotos Horst Andresen

Trainer des Jahres: Hartmut Bielefeld, Coach des TC Fidonia Bocholt (rechts), und Landrat Dr. Kai Zwicker. Fotos Horst Andresen

Vor zwei Jahren waren bereits die Damen des TC Fidonia Bocholt als Deutscher Meister geehrt worden, jetzt stand er allein vor dem Publikum: Hartmut Bielefeld sei ein außergewöhnlicher Coach und Trainer, sagte Landrat Dr. Kai Zwicker in seiner Laudatio. Er habe es immer wieder geschafft, durch seine ganz „besondere Ansprache und Betreuung“ viele Weltklasse-Tennisspielerinnen nach Bocholt zu holen.

Nach dem Bundesligaaufstieg 1999 folgten vier Deutsche Meisterschaften in den Jahren 2001, 2012, 2013 und 2014. Im August des vorigen Jahres erklärte der Bocholter, als Aktiver ehemals selbst Niederländischer Meister und zahlreich bei Europa- und Weltmeisterschaften in der Seniorenklasse dekoriert, aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt.

Für eine Überraschung hatten Verein und der Kreis Borken als Veranstalter gesorgt: Amanda Hopmans (39), seit 1997 im Bocholter Team, langjährige sympathische Begleiterin, ehemalige holländische Fed-Cup-Spielerin und Olympiateilnehmerin 2000 in Sydney, bekannte beim Interview auf der Bühne, als Moderator Raimund Stroick ihr auf den Zahn fühlen wollte: „Es gab nie einen Zickenkrieg zwischen den Spielerinnen. Hartmut hat immer dafür gesorgt, dass wir ein echtes Team waren und auch so auftraten.“ Die Erfolge hätten für sich gesprochen. Amanda Hopmans feierte mit Hartmut Bielefeld in der Zeit auch 13 Niederrheinmeisterschaften in der Halle.

Zu den 150 Sportlern und Gästen im Kreishaus Borken gehörte auch Elke Küppers, Ehrenpräsidentin des TC Blau-Weiß Bocholt und stellvertretende Vorsitzende des Stadtsportverbandes Bocholt, sowie ihr Mann Hermann-Josef.

„Wer im Kreis Borken an Tennis denkt, kommt an Harmut Bielefeld nicht vorbei“

In der Laudatio des Kreises Borken, der auch zahlreiche Einzelsportler ehrte, heißt es:

"Seine ganz besondere persönlich-herzliche Art macht ihn zu einer echten Sport- und Trainerpersönlichkeit", heißt es in der Laudatio – das bestätigte auch Spielerin Amanda Hopmans auf ihre ganz eigene sympathische Art  im Gespräch mit Moderator Raimund Stroick.

„Seine ganz besondere persönlich-herzliche Art macht ihn zu einer echten Sport- und Trainerpersönlichkeit“, heißt es in der Laudatio – das bestätigte auch Spielerin Amanda Hopmans auf ihre ganz eigene sympathische Art im Gespräch mit Moderator Raimund Stroick.

„Wer im Kreis Borken an Tennis denkt, der kommt am TC Blau-Weiß Bocholt und vor allem am Namen Hartmut Bielefeld nicht vorbei. Über viele Jahre hat er Bocholt zum Ort für Tennis – vor allem für Damentennis – der Extraklasse gemacht.

Die Glanzpunkte seiner Karriere als Coach und Manager erlebte Hartmut Bielefeld mit den Bocholter Damen, die er von der B-Klasse bis in die 1. Bundesliga führte. Erstmals 2001 holte das Team aus Bocholt den deutschen Meistertitel. Nach einigen Vizemeistertiteln gelang in den Jahren 2012, 2013 und 2014 das Triple. Drei Mal in Folge wurden die Mannschaften aus Bocholt Deutsche Meister.

Viele Spielerinnen mit großen Namen gingen für Bocholt an den Start und feierten zudem individuelle Erfolge.

Vor zwei Jahren sind an dieser Stelle die Spielerinnen des Damenteams des TC Blau-Weiß Bocholt für die Deutsche Meisterschaft 2012 geehrt worden. Dabei ist sehr deutlich geworden: Nicht nur finanzielle Anreize haben international renommierte Spielerinnen nach Bocholt gelockt. Sie sind gerade auch wegen Hartmut Bielefeld gekommen. Seine ganz besondere Ansprache und Betreuung haben dafür gesorgt, dass viele Spielerinnen sehr gerne für den TC Blau-Weiß Bocholt gespielt haben.

Seine ganz besondere persönlich-herzliche Art macht ihn zu einer echten Sport- und Trainerpersönlichkeit. Der Kreis Borken ist stolz, Hartmut Bielefeld als ,Trainer des Jahres’ auszeichnen zu dürfen.“ (and)

Ebenfalls ausgezeichnet: Trainer Mecki Emmerich (links), langjähriger Coach des LAZ Rhede. Zu ihm wurde Helmut Moscheik interviewt, auch Physiotherapeut des vierfachen Deutschen Meisters TC Fidonia Bocholt und des leichtathletischen Vorzeigeklubs LAZ Rhede.

Ebenfalls ausgezeichnet: Trainer Mecki Emmerich (links), langjähriger Coach des LAZ Rhede. Zu ihm wurde Helmut Moscheik interviewt, auch Physiotherapeut des vierfachen Deutschen Meisters TC Fidonia Bocholt und des leichtathletischen Vorzeigeklubs LAZ Rhede.

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Niederrheinliga: Meister TC Fidonia Bocholt, Vizemeister TC GW Ratingen, Absteiger TC Hilden und TC Moers-Asberg

2. März 2015

Auch der Tennisverband Niederrhein (TVN) würdigte am Montag auf seiner Internetseite die erneute Niederrheinmeisterschaft des vierfachen Deutschen Meisters TC Fidonia Bocholt. Hinter dem 13-maligen Hallenmeister schaffte es der TC Grün-Weiß Ratingen, Titelträger 2013 und 2014, auf Platz zwei, Dritter wurde der in Bocholt mit 2:4 (nach Einzeln 4:0 für Bocholt, Doppel abgeschenkt) unterlegene Lintorfer TC. Absteigen müssen Neuling TC Stadtwald Hilden und der TC Sportpark Moers-Asberg.

Dem nutzte auch ein überraschendes 3:3 gegen Ratingen nichts, weil der Neuling Gladbacher HTC sein Match in Hilden glatt mit 6:0 gewann und eh schon das weitaus bessere Match-Punktverhältnis hatte: Nicolette van Uitert, Soraya Moradian (im Match-Tiebreak), Kim Hilsdonk und Jamie Jillissen gewannen beim TC Stadtwald Hilden gegen Deborah Danz, Inga Hildesheim, Greta Joksyte und Manuela Emmrich.

Dramatik beim 3:3 (1:3) zwischen TC GW Ratingen und TC Sportpark Moers-Asberg

Hart gekämpft wurde zwischen Ratingen und Moers-Asberg. Die Gäste führten nach den Einzeln beim alten Hallenmeister mit 3:1. Ratingens Olga Brodzda hatte an Position eins glatt gegen Claire Lablans gewonnen. Aber Jutta Bornefeld gegen Daphne van de Heuwel und Sandra Spadzinski gegen Caroline Langerbein (beide Spiele im Match-Tiebreak) sowie Bernadette Stibe gegen Jule Braß verloren.

Brodzda/Spadzinski verkürzten gegen Lablans/Braß auf 2:3. Und dann wurde es ganz spannend. Mit 13:11 im Match-Tiebreak sichertem Bornefeld/Stibe gegen van de Heuwel/Langerbein Ratingen noch das 3:3 und damit die Vizemeisterschaft. Moers hätte allerdings auch ein Sieg nicht vor dem Abstieg bewahrt.

"Nicole, dank je wel voor de 10 jahren" – mit einer 90 mal 60 Zentimeter großer Fotoleinwand bedankte sich der TC Fidonia Bocholt zum Abschied bei Nicole Thyssen. Hinten von links neben Coach Hartmut Bielefeld Justine Ozga, die Verabschiedete, Quirine Lemoine sowie vorne Anna-Maria Levers und Amanda Hopmans (rechts). Fotos: andresen-presseservice

„Nicole, dank je wel voor de 10 jahren“ – mit einer 90 mal 60 Zentimeter großer Fotoleinwand bedankte sich der TC Fidonia Bocholt zum Abschied bei Nicole Thyssen. Hinten von links neben Coach Hartmut Bielefeld Justine Ozga, die Verabschiedete, Quirine Lemoine sowie vorne Anna-Maria Levers und Amanda Hopmans (rechts). Fotos: andresen-presseservice

Schöne Worte und ein warmer Abschied

Schöne und warme Worte gab es bei der Meister- und Abschlussfeier des TC Fidonia Bocholt im „Toscana“ in Rhede für Quirine Lemoine und Nicole Thyssen, die ihre letzten Matches für den Niederrheinmeister absolvierten. Nicole Thyssen war gar zehn Jahre lang im Verein – und ging mit einer Träne. Im Sommer spielt die 26-jährige Wilson-Verkaufsberaterin für den dreifachen deutschen Vizemeister M2Beauté Ratingen.

„Nicole, du warst immer eine absolute Teamplayerin. Wir sind sehr stolz auf dich“, lobte Coach Hartmut Bielefeld. Quirine Lemoine habe das Zeug, ganz weit nach oben zu kommen. „Quirine, du wärest in diesem Jahr dafür reif gewesen, ins Bundesligateam zu rücken.“ In den Jahren zuvor hatte die junge Holländerin oft mit Verletzungen gehadert.
 
Aus dem vorjährigen Bundesligateam werden Amanda Hopmans (38), die alle 13 Niederrheintitel mit den Bocholterinnen gewann (!), und Anna-Maria Levers (19) die Mannschaft in der Ersten Verbandsliga verstärken – wie auch Justine Ozga, die bereits vor Jahren zum Erstliga-Aufgebot gehörte. (and/oes)

Die Abschlusstabelle der Niederrheinligasaison 2014/2015:
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Verdienter Titel: TC Fidonia Bocholt zum 13. Niederrheinmeister!

1. März 2015

Geschafft: Der TC Fidonia Bocholt ist am Sonntagnachmittag zum 13. Mal Niederrheinmeister in der Halle geworden. 4:2 (4.0) hieß es im letzen Saisonspiel der Damen-Niederrheinliga gegen den Lintorfer TC, der mit einem Sieg selbst noch hätte Meister werden können. Doch nach den vier Einzeln lag Bocholt mit 4:0 vorne und schenkte die beiden Doppelpunkte dem Gegner. Ein 3:3-Remis hätte dem neuen Meister schon genügt.

„Das war die Meisterschaft für Hartmut“, jubelten nach dem klaren Ergebnis Mannschaftsführerin Amanda Hopmans und Nicole Thyssen, die ihr letztes Match für die Bocholter bestritt und im Sommer zum deutschen Vizemeister M2Beauté Ratingen wechselt.

Coach Hartmut Bielefeld hatte sich im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen nach zuletzt drei Titeln in Folge und insgesamt vier (mit 2001) aus der Bundesliga verabschiedet; auch das Team wurde wenig später vom Verein TC Blau-Weiß Bocholt zurückgezogen. Die neue Mannschaft startet im Mai in der ersten Verbandsliga Niederrhein.

Zum 13. Mal Niederrheinmeister: Das Siegerteam nach dem 4:2 gegen den Lintorfer TC mit (von links) Sportwart Thomas Hegmann, Anna-Maria Levers, Justine Ozga, Nicole Thyssen, Quirine Lemoine, Amanda Hopmans, Coach Hartmut Bielefeld und dem TC Blau-Weiß-Vorsitzenden Patrick Küppers. Vorne jubelt "Maskottchen" Max Bielefeld mit. Fotos: Horst Andresen

Zum 13. Mal Niederrheinmeister: Das Siegerteam nach dem 4:2 gegen den Lintorfer TC mit (von links) Sportwart Thomas Hegmann, Anna-Maria Levers, Justine Ozga, Nicole Thyssen, Quirine Lemoine, Amanda Hopmans, Coach Hartmut Bielefeld und dem TC Blau-Weiß-Vorsitzenden Patrick Küppers. Vorne jubelt „Maskottchen“ Max Bielefeld mit. Fotos: Horst Andresen

„Ich glaube, wir haben nicht ganz unverdient diesen Titel gewonnen“, übte sich der Coach am Abend in Zurückhaltung. Dabei war in dieser Saison, anders als in den zwei Jahren im Winter zuvor, als der TC Grün-Weiß Ratingen die Meisterschaft geholt hatte, der TC Fidonia Bocholt fast durchmarschiert. Lediglich im Heimspiel gegen Ratingen hatte es nach 3:1-Führung nach den Einzeln ein 3:3 gegeben, ansonsten wurde jedes Match gewonnen.

Toptennis sahen die Fans auch am Sonntag im Stadtwald-Sportpark Bocholt: Die Einzel an eins und zwei standen auf Bundesliganiveau.

Das i-Tüpfelchen setzte dabei die Holländerin Quirine Lemoine an eins gegen Franziska Etzel. In einem packenden Match setzte sich die Bocholterin im letzten Spiel des Nachmittags 7:6 (9:7 und 6:3 durch.

Spannend hatte es zuvor auch Justine Ozga gegen die erfahrene Daniela Kalthoff gemacht. Nach indiskutabler Leistung im ersten Satz (0:6) steigerte sich die Bocholterin enorm, gewann 7:5 und den Match-Tiebreak recht sicher mit 10:5.

Für sichere und schnelle Punkte hatten zuvor Anna-Maria Levers, die in diesem Winter an vier ohne Niederlage bliebt, und Nicole Thyssen gesorgt. Levers siegte 6:2, 6:1 gegen Lisa Krohnen-Dauser; Thysen fügte Sarah Krohnen-Dauser beim 6:0, 6:0 die Höchststrafe zu.

Beim Lieblings-Italiener, dem Restaurant „Toscana“ von Fidonia-Sponsor Velio Pifferi im benachbarten Rhede, wurde später der Titelgewinn ausgiebig gefeiert und Nicole Thyssen, die zehn Jahre im Team spielte, verabschiedet – mit der einen oder anderen Träne im Augenwinkel.

TC Fidonia Bocholt – Lintorfer TC 4:2 (4:0)

Einzel:
Quirine Lemoine – Franziska Etzel 7:6 (9:7), 6:3
Justine Ozga – Daniela Kalthoff 0:6, 7:5, 10:5
Nicole Thyssen – Sarah Krohnen-Dauser 6:0, 6:0
Anna-Maria Levers – Lisa Krohnen-Dauser 6:2, 6:1
Doppel:
Bocholt verschenkt die Doppelpunkte an Lintorf, so dass das Endergebnis 4:2 lautet.

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TC Fidonia Bocholt: „Wir wollen Meister werden!“

25. Februar 2015

Die Aussage steht: „Wir wollen Meister werden.“ Punkt. Um nichts anderes geht es für das Niederrheinliga-Tennisteam des TC Fidonia Bocholt (Foto: Justine Ozga) und Coach Hartmut Bielefeld am Sonntag (1. März): Ab 13 Uhr stellt sich im Stadtwald-Sportpark Bocholt, Am Ziegelofen 6, der Lintorfer TC vor. Der ist beileibe kein Kanonenfutter: Der Gast kann mit einem Sieg in Bocholt selbst Meister werden.

TC Fidonia genügt ein 3:3-Remis zum 13. Titel

„Spannender geht es kaum. Das wird eine heiße Auseinandersetzung mit hoffentlich erfolgreichem Ausgang für uns“, sagt Bielefeld, der sich im Sommer vom Bundesligageschehen nach insgesamt vier deutschen Meisterschaften verabschiedet hat.

Spannung garantiert: Die Bocholter Fans hoffen auf den 13. Niederrheintitel. Fotos: and

Spannung garantiert: Die Bocholter Fans hoffen auf den 13. Niederrheintitel. Fotos: and

Vorteil Bocholt: Der TC Fidonia hat einen Punkt (neun) mehr und das beste Matchpunkt-Verhältnis (24:6). Deshalb würde ein Unentschieden bereits die Türen zur 13. Meisterschaft seit 1998 öffnen. Das sollte bei aller Wertschätzung des Gegners normalerweise möglich sein. Freilich: Bielefeld hat im Laufe seiner jahrzehntelangen Spiel- und Trainerkarriere genug erlebt. Und weiß ganz genau: „Jedes Match muss erst einmal gespielt werden.“

Der Lintorfer TC, im Sommer in der zweiten Bundesliga zu Hause, verlor sein Match gegen den zweifachen Titelträger Ratingen 2:4, gewann aber 4:2 gegen den Rochusclub Düsseldorf – obwohl die Düsseldorferinnen um die Ex-Bocholterin Vanessa Henke in der Rangliste wesentlich besser positioniert sind. Bielefeld: „Das zeigt die individuelle Stärker der Lintforterinnen. Das wird für uns kein Selbstläufer.“

Der Lintorfer Tennisclub von 1972 spielt mit Franziska Etzel (74. der deutschen Rangliste, Jahrgang 1983) an eins, mit der in Bocholt bestens bekannten Daniela Kalthoff (Ranglisten-104., Jahrgang 1976) an zwei. Ferner sind Ina-Patricia Zimmermann (124.) und Sarah Krohnen-Dauser (126.) zu erwarten. Im Vorjahr bei ähnlicher Konstellation gewann Vizemeister Bocholt das letzte Saisonspiel 4:2 gegen Lintorf; tags zuvor war jedoch Ratingen schon Meister geworden. Damals verlor Amanda Hopmans gegen Etzel, Justine Ozga, Nicole Thyssen und Anna-Maria Levers gewannen ihre Spiele. Mit dem gleichen Kader gehen die Bocholterinnen – verstärkt um die Holländerin Quirine Lemoine – am Sonntag ins Match.

„Eines steht fest“, sagt Coach Bielefeld: „Das wird ein sehr interessantes Match auf Bundesliganiveau“, wie Ende Januar gegen Ratingen (3:3). Der TC Grün-Weiß hat nach zwei Remis gegen Rochusclub Düsseldorf und in Bocholt keine Chance mehr auf den dritten Titel in Folge. Im Sommer in der Bundesliga musste Ratingen dreimal in Folge dem TC Fidonia Bocholt den Vortritt lassen.

Nicole Thyssen verabschiedet sich

Ihr letztes Match nach zehn Jahren in Bocholt bestreitet die Holländerin Nicole Thyssen (26). Sie wechselt im Sommer zum deutschen Vizemeister M2Beauté Ratingen (TC GW) – und wünscht sich nichts sehnlicher als den Titel. „Wir spielen für Hartmut“, haben sich die Girls fest vorgenommen.

Vorerst zum letzten Mal Tennis-Spitzenklasse in der Halle in Bocholt: attraktiv auch für die Fans. Der Eintritt im Stadtwald-Sportpark ist – wie immer – frei. Und zudem gibt es leckeren Kuchen, verschiedene Kaffeegetränke und mehr.

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quirine Lemoine hatte gut lachen: Klarer Sieg im Spitzenspiel nach der Vollendung des 23. Lebensjahres. Rechts daneben freut sich Nicole Thyssen mit ihrer Mannschaftskollegin. Foto: Horst Andresen

Niederrheinliga-Finale an diesem Sonntag: Die Spannung steigt

24. Februar 2015

Die Spannung steigt: Am Sonntag kommt es am letzten Spieltag der Niederrheinliga zum absoluten Topspiel im Stadtwald-Sportpark Bocholt, Am Ziegelofen 6. Der TC Fidonia (Foto: Quirine Lemoine) empfängt am Sonntag, 1. März, 13 Uhr, im Endspiel den Lintorfer TC. Der Sieger ist neuer Meister. Sicher ist: Der noch amtierende Meister TC GW Ratingen ist nach zwei Unentschieden (gegen Rochusclub und TC Fidonia) raus aus dem Titelrennen.

Mit dem klaren 6:0-Sieg am vergangenen Samstag beim TC Sportpark Moers-Asberg hat der TC Fidonia Bocholt die Tabellenführung von den spielfreien Ratingerinnen übernommen: mit einem Punkt Vorsprung vor Lintorf und Ratingen sowie der deutlich besseren Matchpunkte-Bilanz (24:6 gegenüber 21:9 bzw. 18:12). Das heißt: Ein Unentschieden am Sonntag im Heimspiel gegen Lintorf würde Bocholt zum 13. Titelgewinn in der Hallen-Niederrheinliga reichen.

Lintorf steht nach dem 6:0 bei Stadtwald Hilden punktgleich (jeweils acht Zähler) vor Ratingen bei 21:9 gegen 18:12 Matchpunkte. Das heißt: Mit einem Sieg in Bocholt wäre Lintorf Meister – wohl eher Theorie, aber nicht auszuschließen. Jedes Match muss zunächst einmal gewonnen werden, empfiehlt Fidonia-Coach Hartmut Bielefeld aus Erfahrung. Ratingen spielt gegen Moers-Asberg (zwei Zähler, 8:22 Matchpunkte), das noch um den Klassenerhalt bangt.

TC Stadtwald Hilden hat es schwer

Aufsteiger Stadtwald Hilden (noch kein Punkt, 5:25 Matchpunkte) wird den letzten Platz in der Siebener-Liga auch mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen den Gladbacher HTC (zwei Punkte, 11:19 Matchpunkte) kaum verlassen können. Gladbach verlor am Wochenende 1:5 beim Rochusclub Düsseldorf, ist gleichwohl noch nicht gerettet: Sollte Moers-Asberg überraschend gegen Ratingen punkten, wäre der Mitaufsteiger bei einer Niederlage in Hilden gleichzeitig auch wieder der Mitabsteiger – eine spannendere Konstellation um Meisterschaft und Klassenerhalt ist kaum möglich (oes/and).

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6:0 beim TC Moers-Asberg: TC Fidonia Bocholt geht als neuer Tabellenführer ins Saisonfinale

22. Februar 2015

Die Zeichen stehen gut: Mit einem deutlichen 6:0 (4:0) beim TC Sportpark Moers-Asberg machte der TC Fidonia Bocholt am Samstagabend klar, dass der Titel um die Niederrheinmeisterschaft in dieser Saison nur über ihn führt. Als neuer Tabellenführer erwartet das Team von Coach Hartmut Bielefeld am kommenden Sonntag, 1. März (13 Uhr), den Lintorfer TC, der selbst noch Meister werden kann. Ein Unentschieden würde den Bocholterinnen (Foto mit Nicole Thyssen und Amanda Hopmans, rechts) zur 13. Niederrheinmeisterschaft seit 1998 genügen. Der Eintritt im Stadtwald-Sportpark Bocholt, Am Ziegelofen 6, ist für alle Tennisfans frei!

Die Matches an eins und zwei in der Halle in Neukirchen-Vlyn dauerten drei Stunden. „Das war klasse Tennis, und beide Gegnerinnen forderten uns alles ab“, kommentierte Coach Bielefeld am Sonntag. Die Nummer eins und zwei von Moers, die Niederländerinnen Claire Lablans und Daphne van de Heuwel, hatten im Sommer in der ersten Verbandsliga gegen Justine Ozga und Anna-Maria Levers gewonnen.

Nicht so am Samstagabend: Im Topspiel drehte Justine Ozga diesmal den Spieß um. Sie siegte 7:5, 6:0 gegen Claire Lablans. Nach einer schnellen 4:1-Führung schwächtelte die Bocholterin jedoch zwischendurch, musste ein 4:4 und 5:5 kassieren, bevor sie sich zum 7:5 absetzen konnte. „Der zweite Satz beim 6:0 war die beste Saisonleistung von Justine. Sie spielte fast wie im Rausch“, kommentierte Bielefeld den „sehr guten zweiten Satz“.

Lange Ballwechsel gab es im Match an zwei zwischen Nicole Thyssen und ihrer Landsfrau Daphne van de Heuwel. Es war längst nicht so deutlich vom Spielverlauf, wie das 6:1, 6:2 vermuten lässt. „Nicole Thyssen hat eine couragierte, intensive Topleistung geboten und nach langen Ballwechseln konzentriert die Gewinnpunkte gemacht“, so Bielefeld.

Zuvor hatte schon Amanda Hopmans an drei eine solide Leistung genügt, um gegen Caroline Langerbein mit 6:0, 6:2 den insgesamt dritten Punkt für Bocholt einzufahren. Damit unterstrich die 38-jährige niederländische Verbandstrainerin, die am 11. März 39 Jahre wird, ihre überragende Stellung. Sie hat bisher alle zwölf Meisterschaften mit Bocholt geholt, nur ganz wenige Hallenmatches in dieser Zeit verloren – und Sonntag soll der 13. Titel folgen.

Anna-Maria Levers machte an vier den vierten Einzelpunkt: Sie Studentin schlug Jule Braß mit 6:1, 6:2 und bleibt damit in diesem Winter ohne Niederlage.

Auf die folgenden Doppel verzichtete Moers: Die beiden Punkte fielen somit kampflos an den TC Fidonia Bocholt. Er führt mit neuen Punkten und einem überragenden Matchpunktverhältnis von 24:6 die Tabelle in der Niederrheinliga an. Titelverteidiger Ratingen hatte spielfrei.

TC Sportpark Moers-Asberg – TC Fidonia Bocholt 0:6 (0:4)
Einzel
Claire Lablans – Justine Ozga 5:7, 0:6
Daphne van de Heuwel – Nicole Thyssen 1:6, 2:6
Caroline Langerbein – Amanda Hopmans 0:6, 2:6
Jule Braß – Anna-Maria Levers 1:6, 2:6
Doppel
TC Moers-Asberg verzichtete auf die Austragung, sodass die Punkte ohne Spiel an Bocholt fallen.

Die Tabelle (Ergebnisse des vorletzten Spieltags der anderen Teams sind noch nicht eingerechnet):

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